Neuer Organspende-Vorschlag

von Redaktion

Abgeordnete wollen Bürger regelmäßig fragen lassen

München – Um künftig mehr Menschen in Deutschland dazu zu bewegen, Organspender zu werden, will eine fraktionsübergreifende Gruppe von Bundestagsabgeordneten alle Bürger künftig regelmäßig zu einer Entscheidung anregen. Laut Gesetzesentwurf, der unserer Zeitung vorliegt, und heute vorgestellt wird, sollen Hausärzte ihre Patienten dazu einmal jährlich aktiv beraten und ermutigen, sich in ein bundesweites Online-Register einzutragen, in dem die Entscheidungen hinterlegt werden. Zudem sollen Bürger auch immer dann nach einer Erklärung gefragt werden, wenn sie einen Ausweis beantragen oder verlängern wollen.

Um insbesondere junge Menschen zu gewinnen, soll das Thema zudem „zukünftig verpflichtender Teil der Erste-Hilfe-Schulungen im Vorfeld des Fahrerlaubnis-Erwerbs werden“, heißt es in dem Entwurf.

Die Gesetzesvorlage ist der Gegenentwurf zum Vorschlag einer Parlamentarier-Gruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Deren Entwurf sieht vor, dass alle Volljährigen in Deutschland grundsätzlich als Spender gelten, sofern sie nicht ausdrücklich widersprechen.  hor

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