München – Von wegen Flugscham: Die Passagiere am Flughafen München werden immer jünger. Das ergab die jüngste Erhebung des Flughafens, der die Daten von 30 000 Fluggästen repräsentativ ausgewertet hat. Demnach stieg der Anteil der unter 30-jährigen Passagiere zwischen 2008 und 2018 von 20 auf 24 Prozent. Junge Leute wollten nach dem Schul- oder Berufsabschluss die Welt entdecken, sie interessierten sich zudem verstärkt für internationale Berufspraktika und Begegnungsprojekte, erklärt der Flughafen.
Außerdem steigt der Frauenanteil – von 34 Prozent (2008) auf nunmehr 47 Prozent. Gestiegen ist auch die Zahl der Reisenden, die aus privaten Gründen unterwegs sind – auf jetzt 61 Prozent. Der verbleibende Anteil von 39 Prozent, der auf Geschäftsreisende entfällt, sei aber im deutschlandweiten Vergleich ein Spitzenplatz. Weil immer mehr Fluggesellschaften Gebühren für Koffer verlangen, reisen Passagiere nur noch mit Handgepäck – 40 Prozent sind es mittlerweile, mehr als doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Weitere Erkenntnis aus der Marktforschung: 50 Prozent der Passagiere reisen mit dem Auto zum Flughafen, nur 34 Prozent nutzen die S-Bahn, 15 Prozent den Bus. dw