370 000 Oberbayern mehr seit 2007

von Redaktion

Neue Zahlen des Planungsverbands – Stärkstes Plus in Dachau

München – Allen Diskussionen um Flächenverbrauch und Wachstumsgrenzen zum Trotz steigt die Einwohnerzahl in Oberbayern immer weiter an. Zwischen Ende 2007 und September 2018 wuchs die Bevölkerung um fast 370 000 auf 4,68 Millionen. Das ergibt sich aus Zahlen des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München und des Statistischen Landesamtes. Wachstumszentrum ist die Region München und hier die Kreise Dachau (plus 12,1 Prozent) und Ebersberg (11,4 Prozent), gefolgt von der Stadt München (11 Prozent) und dem Kreis Erding (9,6 Prozent). Ein Ende des Wachstums sei nicht in Sicht, sagte Daniel Gromotka vom Planungsverband. „Es sieht so aus, als ob es so weitergeht.“

Noch weiter stärker, um gut 28 Prozent, ist die Zahl der sozialversichungspflichtig Beschäftigten in den acht Landkreisen um München sowie der Landeshauptstadt gestiegen. Im Landkreis Dachau wuchs die Beschäftigtenzahl in den vergangenen zehn Jahren sogar um 42,8 Prozent. Das zeige, dass die Bürger zu den Arbeitsplätzen hinzögen, so Gromotka. „Die Leute kommen wegen der Arbeit.“ Die freien Arbeitsplätze könnten vom heimischen Arbeitsmarkt nicht gedeckt werden. „Die offene Frage ist nun aber, ob eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf die Boom-Region durchschlagen wird.“ Das könne auch den Anstieg der Bevölkerung verlagsamen.

Die Langfrist-Prognose des Statistischen Landesamts geht indes von einem fast ungebrochenen Trend aus. Bis 2037 soll die Einwohnerzahl Münchens von heute 1,466 Millionen um weitere 169 000 auf dann 1,635 Millionen ansteigen. Prozentual noch höher ist demnach das Wachstum in den Kreisen Dachau (13,2 Prozent), Ebersberg (13 Prozent) und Erding (12,3 Prozent). dw

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