Spahn und Merz stützen AKK

von Redaktion

„Kritik nicht immer fair“ – Ärger um Soldaten-Aussage

Berlin – Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat Rückendeckung von ihren unterlegenen Mitbewerbern um den Parteivorsitz bekommen. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz kritisierte in der „Bild am Sonntag“: „Es wird viel zu schnell der Stab über sie gebrochen.“ Das sei „nicht immer fair“. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte der „Welt am Sonntag“, Kramp-Karrenbauer habe die „schwere Aufgabe gemeistert“, die CDU wieder zusammenzuführen.

Für eine Kontroverse sorgte indes Merz mit der Forderung, die Union solle sich mehr um Polizisten und Soldaten kümmern. „Wir verlieren offenbar Teile der Bundeswehr an die AfD. Wir verlieren Teile der Bundespolizei an die AfD“, sagte er. Die CDU müsse „ohne Wenn und Aber hinter den Sicherheitsorganen stehen“ und im Schulterschluss jede Form von politischem Extremismus bekämpfen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) griff Merz ungewöhnlich scharf an. „Er sollte die Bundespolizei nicht als Trittbrett für seine politische Karriereplanung missbrauchen.“ Die Bundespolizei stehe fest auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Ähnlich äußerte sich Verteidigungsministerin von der Leyen.  mm

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