Regensburg – Der Regensburger Korruptionsprozess ist für den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ohne Strafe zu Ende gegangen. Die Vorsitzende Richterin Elke Escher sprach bei der Urteilsverkündung am Mittwoch von einem „Fast-Freispruch“. Er habe sich lediglich in zwei Fällen der Vorteilsannahme schuldig gemacht. Wolbergs und seine Verteidiger reagierten erleichtert. Ins Amt zurück darf er vorerst aber nicht, die Forderung nach einer sofortigen Aufhebung der Suspendierung wies die Landesanwaltschaft zurück. Wolbergs musste sich seit vergangenem Herbst wegen Vorteilsannahme und Verstoßes gegen das Parteiengesetz vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer verantworten. Er war zeitweise sogar in Untersuchungshaft und seine Karriere dadurch ruiniert, wie die Richterin sagte. Auch daher gebe es keine Strafe.