Fürstenfeldbruck – Mit Einführung des erhöhten Briefportos am 1. Juli wurden teils neue Marken nötig. Doch die Post schafft es bis heute nicht, Postwertzeichen für zehn und 80 Cent in genügender Menge zur Verfügung zu stellen. Betroffene Kunden sind verärgert.
Ein Brief kostet jetzt 80 statt bisher 70 Cent. Mit einer 10-Cent-Marke können vorhandene 70-Cent-Zeichen zum aktuell fälligen Porto ergänzt werden, 80-Cent-Zeichen weisen gleich den richtigen Betrag aus. Beide Marken sind derzeit in vielen Poststellen nicht oder nur in geringen Mengen vorrätig. Betroffen sind auch Germering und Fürstenfeldbruck, sowie Teile des Kreises Miesbach. Besonders wütend hat Kunden in Germering gemacht, dass die Hauptpost der Stadt nicht darauf hinweist – etwa per Plakat. Erst nach einer halben Stunde Anstehen erfuhren sie, dass es keine Marken gibt.
Ein Post-Sprecher entschuldigt sich für die Engpässe. Das Unternehmen habe nach der endgültigen Genehmigung der Portoerhöhung nur zehn Tage Zeit gehabt, um 90 Millionen Marken zu drucken und auszuliefern. Aus Kulanz würden derzeit auch mit 70 Cent frankierte Briefe zugestellt. kg