Allianz: Bald mehr Roller-Unfälle

von Redaktion

Münchner Polizei stoppt viele betrunkene E-Scooter-Fahrer

München – Europas größter Versicherer Allianz schaltet sich in die Diskussion über die Gefahren von Elektro-Tretrollern ein: Die Polizei solle Unfälle mit E-Scootern deutschlandweit als eigene Kategorie in ihre Statistiken aufnehmen, fordert das Unternehmen. „Nur so können die Sicherheitsexperten von Beginn an Fehlentwicklungen und typische Unfallmuster erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen empfehlen“, heißt es weiter. „Die Unfallforscher der Allianz gehen von einem Anstieg der Unfallzahlen aus, sowohl bei Kollisionsunfällen als auch bei Alleinunfällen.“

Offizielle Unfallzahlen gibt es noch nicht. Eine detaillierte Studie zu den E-Rollern hat die Verkehrsbehörde von Portland im US-Bundesstaat Oregon verfasst: Während einer viermonatigen Testphase 2018 kamen in Portland 176 E-Scooter-Fahrer nach schweren Unfällen in die Notaufnahmen. Zugelassen waren 2000 E-Roller.

Die Münchner Polizei registrierte vergangene Woche bereits täglich zwei Dutzend betrunkene E-Scooter-Fahrer. über der geltenden 0,5-Promille-Grenze (ab 1,1 Promille gilt dies sogar als Straftat). Zudem wurden Fahrer unter Drogeneinfluss gestoppt. Ein 23-Jähriger rammte betrunken mit seinem Roller ausgerechnet ein Polizeiauto.

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