Hunger breitet sich aus

von Redaktion

UN: Zwei Milliarden Menschen betroffen

New York/Genf – Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Seit Mitte des Jahrzehnts steigt die Zahl der hungernden Menschen weltweit wieder. Mehr als 820 Millionen Menschen leiden laut dem gestern in New York veröffentlichten Welternährungsbericht an Hunger.

Im Jahr 2015 seien es noch 785 Millionen hungernde Menschen gewesen, zuvor sei der Hunger über zehn Jahre zurückgegangen, hieß es. Zudem stieg der Anteil der Unterernährten an der Weltbevölkerung seit 2015 leicht an. 2017 und 2018 seien knapp elf Prozent unterernährt gewesen. Die UN hatten 2015 das Ziel ausgegeben, bis 2030 den Hunger auf der Welt zu beenden.

Laut Bericht sind zwei Milliarden Kinder, Frauen und Männer betroffen, also gut ein Viertel der Weltbevölkerung. Diese Menschen haben keinen regelmäßigen Zugang zu unverdorbenem, nahrhaftem und ausreichendem Essen. Die Autoren führen den Vormarsch des Hungers auf die schwache wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern zurück. Zudem wirkten sich Konflikte und der Klimawandel mit Dürren und Überschwemmungen auf die Ernährungssicherheit aus.

Von allen Regionen der Welt wütet der Hunger in Afrika am schlimmsten. Laut dem Bericht haben aber auch viele Menschen in Europa und Nordamerika nicht genügend zu essen.

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