Berlin – Im Kampf gegen die Luftverschmutzung sperrt der Berliner Senat acht Straßenabschnitte in der Hauptstadt für alte Dieselautos und -lastwagen. Dort dürfen künftig keine Diesel-Fahrzeuge bis einschließlich Euro 5 mehr fahren, wie die Landesregierung beschloss. Die acht Strecken haben demnach eine Gesamtlänge von 2,9 Kilometern – „dies entspricht 0,05 Prozent des gesamten 5452 Kilometer langen Straßennetzes Berlins“.
Hintergrund des Beschlusses ist ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts vom Oktober 2018. Es verpflichtet das Land, die anhaltende Überschreitung der Grenzwerte für Stickoxide in der Luft zu beenden, unter anderem durch Fahrverbote.
Die Streckensperrungen sind Teil des neuen Luftreinhalteplans für die Metropole. Dazu gehören die Einführung von Tempo 30 auf weiteren Straßen, die Nachrüstung und Flottenerneuerung bei Linienbussen und kommunalen Fahrzeugen sowie eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung.
Man glaube, mit den Maßnahmen im Luftreinhalteplan die Grenzwerte bis Ende 2020 einhalten werde, erklärte Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne).