München – Die Alarmzeichen von der Konjunkturfront häufen sich. Der Industriesektor der Eurozone wächst immer langsamer. Zum sechsten Mal in Folge ging das Wachstum bereits zurück – im Juli so stark wie zuletzt im Dezember 2012. Das zeigt der IHS Markit Eurozone Einkaufsmanager Index. Deutschland wird dabei immer mehr zum Sorgenkind.
Klar rückläufig entwickelte sich der Vorleistungsgüterbereich. Im Investitionsgüterbereich gab es sogar die stärksten Rückgänge seit November 2012. Besonders schwach verlief die Entwicklung in Deutschland, wo es mit dem verarbeitenden Gewerbe so rasant abwärts ging wie seit sieben Jahren nicht mehr. Auch in Österreich, Frankreich, Irland, Italien und Spanien schrumpften die jeweiligen Industriesektoren.
„Wegen anhaltend hoher Auftragsverluste sanken Produktion und Beschäftigung im Juli so rasant wie zuletzt vor über sechs Jahren. Und die Preise gingen so stark zurück wie seit über drei Jahren nicht mehr, da die Unternehmen zunehmend im Preiswettbewerb standen und bemüht waren, Absatzverluste zu begrenzen“, sagte Chris Williamson, Chef-Ökonom bei IHS Markit.