Giffey stellt Rücktritt in Aussicht

von Redaktion

Nach Plagiatsvorwurf: Ministerin will nicht SPD-Chefin werden

Berlin – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gegenüber der SPD-Spitze ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, dass die Freie Universität Berlin ihr den Doktortitel aberkennt. In einem Brief an die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer schrieb Giffey laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ferner, sie werde nicht für den SPD-Vorsitz kandidieren. Parteikreise bestätigten den Eingang des Schreibens. Die Universität prüft derzeit Plagiatsvorwürfe gegen Giffey.

Die Ministerin, die vielen in der SPD als Hoffnungsträgerin gilt, erklärte dem Bericht zufolge in dem einseitigen Schreiben, sie wolle „nicht zulassen, dass das derzeit anhängige Verfahren zur Überprüfung meiner Doktorarbeit, auf das ich keinen Einfluss habe, den Prozess der personellen Neuaufstellung der SPD überschattet oder gar belastet“.

Derweil erklärte in der SPD das linke Tandem Gesine Schwan und Ralf Stegner seine Kandidatur für den Vorsitz. Auch Außenminister Heiko Maas nannte das Amt des Vorsitzenden „eine Verlockung“. Ob er konkrete Ambitionen hegt, wollte er allerdings nicht sagen.

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