„Deutschland zieht Europa runter“

von Redaktion

US-Nobelpreisträger Krugman attackiert Berliner Spardiktat

New York/Berlin – Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugmann attackiert die Politik der deutschen Bundesregierung. In einem Gastbeitrag für die „New York Times“ macht er den Sparkurs, den die Kanzlerin sich selbst und den europäischen Partnern in der Eurokrise seit 2010 verordnet habe, verantwortlich für die anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Eurozone. „Europa leidet an einem chronischen Mangel privater Nachfrage. Konsumenten und Unternehmen scheinen nicht genug Geld ausgeben zu wollen, um eine Vollbeschäftigung zu schaffen“, schreibt Krugman. Überschrieben ist der Beitrag mit der Zeile: „Die Welt hat ein Deutschland-Problem.“

Als Folge daraus habe die Europäische Zentralbank die Zinsen dramatisch senken müssen. Weil die Notenbank ihr Pulver bereits verschossen habe, könne sie jetzt auch nicht mit geldpolitischen Lockerungen auf die nahende Rezession reagieren, warnt Krugman.

Der renommierte Wirtschaftsprofessor rät Berlin, die schwarze Null aufzugeben: „Allen voran Deutschland muss seine Wirtschaften stimulieren, indem es Schulden macht und seine Ausgaben steigert.“

Artikel 9 von 11