Handy-Strahlen unbedenklich?

von Redaktion

Stiftung Warentest untersucht Studien: „Kein Grund zur Sorge“

München – Handy-Strahlung birgt nach derzeitigem Forschungsstand kaum gesundheitliche Risiken für Verbraucher. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest. Die Begutachtung neuer toxikologischer Tierstudien und die Expertenmeinungen von Wissenschaftlern, Ärzten sowie Behördenvertretern seien zu einem „beruhigenden“ Ergebnis gekommen, teilten die Tester am Dienstag mit. Es bestehe „kaum ein Grund zur Sorge“.

Die Debatte über mögliche Gefahren durch Handy-Strahlung war zuletzt durch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G wieder angefacht worden. Die Stiftung Warentest betonte nun, dass unter anderem Langzeitstudien zeigten, dass die Gesamtzahl an Hirntumoren in den vergangenen Jahrzehnten nicht nennenswert gestiegen sei – trotz der enormen Verbreitung von Handys.

Der Effekt von Handystrahlen auf Spermien werde als gering eingestuft, zudem gebe es in verschiedenen Studien zu dem Thema „methodische Schwächen“. Schaden für die Qualität von Spermien scheine von vielen weiteren Einflüssen auszugehen, wie etwa hormonaktiven Chemikalien, Pestiziden oder dem Rauchen.

Wer dennoch vorbeugen will, könne einiges tun. Etwa 95 Prozent der Strahlung, die das Gehirn abbekommt, stamme vom Handy am Ohr. Deutlich geringer sei sie beim Telefonieren mit einem Headset. Da sich Handys mit ihrer Sendeleistung an die Stärke des Mobilfunknetzes vor Ort anpassen, sollte man sich bei schlechtem Empfang – etwa im Zug oder Auto ohne Außenantenne – mit dem Telefonieren zurückhalten.

Artikel 10 von 11