Nach Panne: Kritik am Flughafen

von Redaktion

CSU-Abgeordneter verlangt Verbesserung im Sicherheitskonzept

München – Der frühere Aufsichtsrat der Flughafen München GmbH (FMG), Ernst Weidenbusch, hat das Management des Airports scharf angegriffen. Anlass ist die jüngste Panne im Sicherheitsbereich des Flughafens am Dienstag. „Wenn wir das jetzt im Halbjahrestakt haben, ist das nicht mehr lustig“, sagte Weidenbusch, der auch für die CSU im Landtag sitzt. Jeder potenzielle Angreifer könne aus solchen Vorfällen seinen Nutzen ziehen. In einem Tweet auf Twitter wurde Weidenbusch noch deutlicher: „Inzwischen ist die FMG nur noch peinlich.“ Weidenbusch erinnerte daran, dass der Flughafen schon nach zwei sicherheitsrelevanten Vorfällen im Juli und im Oktober vergangenen Jahres Nachbesserungen im Sicherheitskonzept zugesagt habe. „Ich habe nicht den Eindruck, dass das alles umgesetzt worden ist.“

Am Dienstag waren 200 Starts und Landungen annulliert worden, 25 000 Reisende saßen dadurch fest. Am Mittwoch lief der Flugbetrieb wieder normal an.

Verursacht hatte das Chaos ein junger Spanier, der den Kontrollbereich im Terminal 2 über einen Notausgang verlassen hatte. Er konnte erst nach knapp einer Stunde im Terminal 1 gefunden werden, wie die Bundespolizei unserer Zeitung gestern bestätigte. Weidenbusch erklärte, es müsse sichergestellt werden, dass Personen nach dem unberechtigten Nutzen eines Notausgangs schnell festgesetzt werden. Der Flughafen München erklärte, der Vorfall werde analysiert. Möglicherweise müsse die Beschriftung von Notausgängen deutlicher werden. „Da müssen jetzt die Experten ran, wir gehen die Sache noch mal durch“, versicherte ein Sprecher. dw

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