München – Im Umland gibt es Murren über die im Sommer vom Stadtrat beschlossene Verdopplung der München-Zulage. Bürgermeister und Landräte werfen Münchens OB Dieter Reiter (SPD) und dem Stadtrat einen Alleingang vor. Zudem fürchten sie, künftig noch schwerer Fachkräfte rekrutieren zu können. Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) spricht von „ganz schlechtem Stil“. Kommunale Bedienstete in der Region würden deutlich schlechter gestellt. Gotz befürchtet, dass sich wegen der Zulage noch mehr Pendler für München als Arbeitsort entscheiden. Erdings Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) sagte: „Es ärgert mich maßlos, dass die Verdoppelung nicht mit dem Umland abgesprochen wurde. Man hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt.“ Er spricht von einer „eklatanten Ungleichbehandlung bei in etwa vergleichbaren Lebenshaltungskosten“. Die höhere Zulage – künftig 270 Euro – soll ab Januar gelten. Höhere Einkommensgruppen erhalten zumindest 135 Euro mehr. ham