Berlin – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit Änderungen beim Elterngeld dafür sorgen, dass die Familienarbeit flexibler zwischen Müttern und Vätern aufgeteilt wird. Man werde noch in diesem Jahr eine Reform des Elterngeldes angehen, sagte Giffey in Berlin. Derzeit sei sie in intensiven Gesprächen in der Koalition. Diese Gespräche seien bereits „sehr weit“.
Das Elterngeld zahlt der Staat nach der Geburt eines Kindes, um die Erziehungszeit finanziell abzufedern. Es wird für zwölf Monate gezahlt. Nehmen auch die Väter mindestens zwei Monate Elternzeit, wird es über 14 Monate gezahlt. Es falle schon auf, dass ein Großteil der Väter diese zwei Monate nehme, nicht unbedingt mehr, sagte Giffey. Der Durchschnitt der Elternzeit von Vätern liegt nach ihren Angaben bei 3,5 Monaten.
Verbesserungen beim Elterngeld deutete Giffey zudem für Familien mit Frühgeburten an. Deren Zahl steige, sagte sie. Wenn ein Kind ein bis zwei Monate zu früh zur Welt gekommen ist, sei die Entwicklung nach Ende der Elternzeit nicht die gleiche wie bei anderen Kindern. Man müsse sich Gedanken darüber machen. epd