Berlin – Fahrer von Elektro-Tretrollern (E-Scooter) sind häufig Verursacher von Unfällen und zudem abends und nachts öfter betrunken unterwegs. Das geht aus einer Bilanz der Berliner Polizei für die ersten drei Monate seit der Erlaubnis für die Roller hervor. Allein in der Hauptstadt registrierte die Polizei seit dem 15. Juni 74 Unfälle von Rollerfahrern. Dabei wurden 16 Menschen schwer und 43 leicht verletzt. Die häufigsten Ursachen für die Unfälle waren Fehler beim Fahren, unzulässige Benutzung von Gehwegen und Alkohol. In 65 der 74 Fälle waren die Fahrer der E-Scooter schuld an dem Unfall.
Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK ergab, dass nur fünf Prozent der mehr als 1000 befragten Erwachsenen bis Anfang Juli schon einen E-Scooter getestet haben – meist zum Freizeitvergnügen und weniger als Alternative für andere Verkehrsmittel. 25 Prozent würden ein solches Gerät gern mal ausprobieren. Der Rest (70 Prozent) zeigte kein Interesse. E-Scooter sind in vielen Städten umstritten, weil sie überall abgestellt werden können und somit häufig auch zum Hindernis werden können, etwa für Menschen mit Behinderung auf Gehwegen.