Söder: 1000 neue Professuren

von Redaktion

Milliardenprogramm für Hightech- und Hochschulreform

Bad Staffelstein – Mit einem neuen Milliardenprogramm will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Freistaat zum internationalen Spitzenstandort für Hochtechnologie und künstliche Intelligenz machen. Eine zentrale Säule des Konzepts, das Söder gestern auf der CSU-Fraktionsklausur im oberfränkischen Kloster Banz vorstellte, ist eine Hochschulreform, um mehr Spitzenforscher aus aller Welt nach Bayern zu locken. Man müsse den „Forschungs-Turbo“ einlegen, betonte er.

Söder kündigte unter anderem 1000 neue Professuren und 10 000 neue Studienplätze an. Insgesamt stellte er binnen vier bis fünf Jahren Ausgaben von rund einer Milliarde Euro in Aussicht, am Ende sprach er sogar von „einer Milliarde plus“. Um dies zu finanzieren, will er die Schuldentilgung zurückfahren – was die CSU-Fraktion nach Worten von Fraktionschef Thomas Kreuzer mitträgt.

Die Hochschulreform soll auch ein gezieltes Anwerbeprogramm für Professoren aus aller Welt sein. Forschungsprofessuren sollen mehr Freiräume für die Forschung bei weniger Lehrverpflichtungen bieten, Exzellenzprofessuren sollen mit höheren Bezügen winken. Zudem sollen Professoren stärker als bisher gleichzeitig in Start-ups tätig sein dürfen, und Hochschulen sollen die Möglichkeit zu Unternehmensausgründungen bekommen. Technologische Bereiche an den Hochschulen sollen komplett internationalisiert, die entsprechenden Studiengänge künftig durchweg englischsprachig sein. Söder will darüber hinaus erreichen, dass es in Zukunft weitere Exzellenzuniversitäten in Bayern gibt, neben den beiden schon bestehenden in München.

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