Klima: Druck auf Politik steigt

von Redaktion

Heute weltweit Demonstrationen – Söder kündigt Revolution an

München/Berlin – Millionen Menschen wollen heute weltweit für den Klimaschutz demonstrieren und den Druck auf die Politik zum Handeln erhöhen. In über 150 Ländern soll es Proteste geben. Allein in Deutschland werden Hunderttausende zum dritten globalen Klimastreik erwartet. In Bayern wird in mehr als 90 Städten zu Demonstrationen aufgerufen. Anlass ist der bevorstehende Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York.

Die Organisatoren der deutschen Proteste wollen zudem ein Signal an das Klimakabinett in Berlin senden, das ebenfalls heute sein Maßnahmenpaket vorstellen will. CSU-Chef Markus Söder sprach vor seiner Abfahrt zu den Berliner Klima-Verhandlungen von einer „Revolution für Deutschland“.

Auch in München finden Proteste statt: Die Stadtverwaltung gibt ihren Mitarbeitern früher als üblich frei, damit sie an der geplanten Großdemo am Königsplatz teilnehmen können. Wer wolle, dürfe den Dienst statt wie üblich um 12.30 Uhr schon um 11.30 Uhr beenden, schrieb Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) gestern. Die Mitarbeiter müssen die ausfallende Zeit aber nacharbeiten. Die Entscheidung geht auf eine Anfrage der Grünen im Rathaus zurück. Zuvor hatten der Berliner Senat und die Stadt Düsseldorf angekündigt, ihren Mitarbeitern die Demo-Teilnahme zu ermöglichen.

Die Landtags-AfD blickt indes skeptisch auf den aus ihrer Sicht „medial inszenierten Klimahype“, wie es in einem Positionspapier heißt. Er bedrohe die „Freiheit der Menschen“.

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge sind nur 16 Prozent der Deutschen bereit, für den Klimaschutz auf ihr Auto zu verzichten. Immerhin 30 Prozent würden Strom sparen, 19 Prozent weniger heizen.  mmä/ska

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