München – Nach den Verwerfungen zwischen Stadt-Bevölkerung und Landwirten im Zuge des Artenschutz-Volksbegehrens bemüht sich die Staatsregierung, die aufgerissenen Gräben wieder zuzuschütten. Das Kabinett beschloss gestern eine Imagekampagne für die Landwirtschaft, um bei der Bevölkerung um Verständnis für die heimische Produktion zu werben.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) kündigte eine „provokante Plakataktion“ an. Zudem soll das Programm „Erlebnis Bauernhof“ ausgeweitet werden, sodass künftig nicht nur Grund- und Förderschüler einen Tag auf dem Hof verbringen, sondern auch Jugendliche in höheren Klassen. Im Anschluss an das Zentrale Landwirtschaftsfest auf dem Oktoberfest im nächsten Jahr soll zudem in München ein dauerhafter Schaubauernhof errichtet werden.
Bauernpräsident Walter Heidl reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung. Er freue sich grundsätzlich über eine Imagekampagne für Bayerns Bauern. Allerdings vermisse er nach dem Inkrafttreten des Volksbegehrens noch immer den Beitrag der Gesellschaft zum Artenschutz. dg