Berlin – Vor dem Treffen der EU-Innenminister am Dienstag hält die Debatte über Seenotrettung, Asyl und Flüchtlingshilfe weiter an. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte angesichts wieder steigender Flüchtlingszahlen auf den griechischen Inseln mehr Solidarität von den anderen EU-Staaten. Andernfalls drohe „noch eine größere Flüchtlingswelle“ als 2015, sagte er.
In der Bundespolitik flammte die scharfe Kritik an seinem Vorstoß wieder auf, eine feste Quote von aus Seenot geretteten Migranten in Deutschland aufzunehmen. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus distanzierte sich offiziell. Der Thüringer CDU-Vorsitzende Mike Mohring, aktuell im Wahlkampf, erneuerte seine schon bei der CSU-Klausur in Banz geäußerte Kritik. Ziel der EU müsse bleiben, die Geretteten an die afrikanische Küste zurück zu bringen. Auch CDU-Vizechef Thomas Strobl warnte Seehofer vor einem „Konjunkturprogramm für Schlepper“. mm