Guttenberg wirbt für Urwahl

von Redaktion

„Nicht mit Kübeln Dreck werfen“ – Widerspruch aus CDU

Berlin/München – In der Union geht die Debatte um eine Urwahl des Kanzlerkandidaten gegen den Willen der Parteichefs weiter. Man dürfe sich durchaus Gedanken über eine Urwahl machen, sagte der frühere Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) der „Bild“. Er befürchtet demnach keine innerparteiliche Schlacht bei einer Basisentscheidung. „Ich meine, wir haben auch eine gute Tradition in unserem Land, jetzt nicht nur mit Kübeln Dreck aufeinander zu schmeißen, sondern auch respektvoll miteinander umzugehen.“

Die Junge Union will die Forderung einer Urwahl bei ihrem Deutschlandtag offiziell beschließen. Aus den Parteizentralen von CDU und CSU und aus dem Kanzleramt kommt Widerstand. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte, dies sei ein „schwieriges Element“. Er sei davon kein Freund. Auch Parteivize Thomas Strobl warnte: „Mit einer Urwahl geht immer eine wochen- oder gar monatelange Selbstbeschäftigung einher.“ Nach bisheriger Planung wollen sich die Parteichefs Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Markus Söder (CSU) gemeinsam auf einen Kandidaten verständigen; wer, ist offen.

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