Merkel: Kann mit Kritik umgehen

von Redaktion

Personaldebatte in der Union – Dobrindt kritisiert Merz

München – In der Union hält die Debatte über die Thüringer Wahlniederlage an. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) reagiert unbeeindruckt. „Wir leben in Demokratien, da muss ich auch mit Kritik umgehen“, sagte sie am Rande ihrer Indien-Reise. Sie erfahre auch jeden Tag „sehr viel Unterstützung“.

Der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz hatte Merkel und die Große Koalition („grottenschlecht“) scharf kritisiert, ebenso der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch. Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann sagte im „Spiegel“: „Die Handschrift der CDU ist nicht klar erkennbar. Da muss mehr Führung und Linie rein.“ Dies wird auch als Kritik an der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer verstanden.

Aus der CSU kam die Aufforderung, die Personaldebatte sofort einzustellen. Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte unserer Zeitung: „Mich nervt diese Rückwärts-Debatte.“ Die Union brauche ein geordnetes Auftreten. Dobrindt forderte Merz auf, „bürgerlich-konservative Werte“ im Umgang zu pflegen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rügte seine CDU, „Personaldiskussionen im luftleeren Raum“ seien keine Lösung.  cd

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