Berlin – Der unterlegene Bewerber um den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, will auf dem bevorstehenden Parteitag eine programmatische Rede mit Vorschlägen zur Erneuerung der CDU halten. Merz wolle sich in der Aussprache nach der Rede von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu Wort melden, berichtete die „FAZ“. Kramp-Karrenbauer will den Eindruck einer drohenden Konfrontation vermeiden: Sie sagte, alle Debattenbeiträge seien „herzlich willkommen“. Merz will offenbar für einen eindeutig wirtschaftsliberalen Kurs werben.
In der Frage des nächsten Kanzlerkandidaten trauen 26 Prozent der Unionswähler Merz am meisten zu. Es folgen laut einer Kantar-Umfrage für die Funke-Mediengruppe CSU-Chef Markus Söder (16), Kramp-Karrenbauer (14), Armin Laschet und Jens Spahn (je 13 Prozent).
Unterdessen kritisierte der frühere Minister Norbert Röttgen in der New York Times ungewöhnlich scharf Angela Merkel. Sie wisse alles und tue nichts“, sagte der CDU-Politiker über die deutsche Außenpolitik. Dieses Politikfeld, auch der SPD-Außenminister Maas, seien ein „Totalausfall“. dpa/cd