München – Der Geltungsbereich des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) soll sich in den kommenden fünf Jahren verdoppeln und bis Garmisch-Partenkirchen, Mühldorf und Landshut reichen. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) unterstützt den Beitrittswunsch von nicht weniger als zehn Landkreisen und Städten rund um München. Sein Ministerium beteiligt sich an den Kosten für eine Grundlagenstudie. Der MVV als heute schon einwohnerstärkster Verkehrsverbund in Bayern könnte um rund eine Million Einwohner wachsen und sich von der Fläche her verdoppeln. Potenzielle Beitrittskandidaten sind Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Miesbach, Mühldorf, Weilheim-Schongau sowie Rosenheim und Landshut (jeweils Stadt und Landkreis). Klappt die Erweiterung wie erhofft, könnten alle Fahrgäste mit einem MVV-Ticket beispielsweise von Garmisch bis Mühldorf fahren – und das günstiger, als es heute der Fall ist.
Startschuss ist am 27. November. Für diesen Tag wird das Verkehrsministerium nach Informationen unserer Zeitung die Landräte und Oberbürgermeister einladen, um den Förderbescheid für die Studie zu übergeben. Der Freistaat übernimmt 85 Prozent und somit den Löwenanteil der Kosten. Erste Ergebnisse der Studie sollen in zwei Jahren vorliegen. Realistisch sei es, danach ein bis zwei Jahre für den Abstimmungsprozess hinzuzurechnen. 2022, eher 2023 könnten Miesbach, der südliche Tölzer Landkreis, ferner Weilheim-Schongau und Landsberg beitreten, die anderen Landkreise 2024 oder 2025, hieß es beim MVV. dw