Fürth/München – Der Flächenverbrauch in Bayern hat sich 2018 leicht verlangsamt. Insgesamt wurden 3650 Hektar neu bebaut, wie das Statistische Landesamt in Fürth mitteilte. Das entspricht zehn Hektar – etwa 14 Fußballfeldern – pro Tag. 2017 waren es 11,7, im Jahr davor 9,8 Hektar am Tag. In Oberbayern wurde mit 840 Hektar am meisten Fläche bebaut.
Der Verbrauch „stagniert auf hohem Niveau“, sagte der Fraktionschef der Landtags-Grünen, Ludwig Hartmann, unserer Zeitung. Die Staatsregierung sei „weit vom Fünf-Hektar-Ziel entfernt“. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte im Sommer eine Richtgröße von fünf Hektar pro Tag bis 2030 ausgegeben – eine verbindliche Obergrenze lehnt er ab.
Die Grünen haben nun eine Landtagsanhörung zum Flächenfraß beantragt. Sollte sich die Staatsregierung nicht bewegen, „dann steht ein Volksbegehren im Raum“, sagt Hartmann. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hatte das von 48 000 Menschen unterstützte Begehren „Betonflut eindämmen“ 2018 wegen formaler Mängel gestoppt. dw/mmä