München – Fast alle Pendler können sich nach Angaben des MVV auf Preissenkungen freuen. In einem Monat, am 15. Dezember, tritt die größte MVV-Tarifreform seit 20 Jahren in Kraft. Der Tarif soll übersichtlicher und günstiger werden. Statt 16 Ringen und vier Zonen gibt es dann eine M-Zone, die ganz München umfasst, sowie sechs Zonen außen herum. Im Schnitt werden die Fahrkarten um sieben Prozent günstiger, betont der MVV. Dafür gibt der Freistaat erstmals einen Zuschuss für den MVV. Auch die Landkreise sind mit Millionenbeträgen dabei.
Fast alle der 345 000 Abokunden im MVV-Gebiet könnten mit Preissenkungen rechnen, betont MVV-Chef Bernd Rosenbusch. Nur für 0,5 Prozent, etwa 2000 Abonnenten, werde es teurer – es sind diejenigen, welche bisher nur einzelne Innenstadt-Ringe nutzen. Sie müssen jetzt ein Ticket für die gesamte M-Zone kaufen. „Den Mehrpreis hat man mit drei Fahrten im Monat schon wieder raus“, sagt Rosenbusch. Allerdings werden sich auch Gelegenheitsfahrer einzelne Fahrten künftig gut überlegen, da zum Beispiel der Preis für einen Einzelfahrschein in der M-Zone um 40 Cent steigt.
Der Tarifreform war ein langes Feilschen vorausgegangen – vor allem im Landkreis München kämpften Gemeinden wie Unterföhring oder Haar dafür, zur M-Zone zu gehören. Außerdem war es Ziel von München, den Abopreis für das M-Zonen-Ticket auf unter 60 Euro zu drücken. Das ist geglückt – für 55,20 Euro im Monat (43,50 Euro im Abo) kann man durch München fahren. Neu ist auch eine Streifenkarte für Jugendliche (Streifenkarte U21). Das Sozialticket gibt es künftig in allen Landkreisen, beim Seniorenticket fällt die 9-Uhr-Sperre. dw