Frankfurt – Union und SPD richten sich auf eine Fortsetzung ihrer Koalition im Bund ein, wollen den Koalitionsvertrag erneuern und Vorhaben für die zweite Hälfte der Legislaturperiode vereinbaren. Die Parteien sollten sich nach ihren Parteitagen „hinsetzen, den Koalitionsvertrag überarbeiten und festlegen, wie sie das Land voranbringen können“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), der FAZ. Es sei „Quatsch, in diesen schnelllebigen Zeiten einen Koalitionsvertrag für vier Jahre auszuhandeln“. Als Beispiele für neue Vorhaben nannte Linnemann die Europäisierung des CO2-Zertifikatehandels. Zudem solle ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für junge Menschen vorangetrieben werden. Auch CSU-General Markus Blume sagte, man müsse sich den Koalitionsvertrag „nochmals anschauen“. In der SPD-Fraktion werden laut „FAZ“ ebenfalls Vorbereitungen getroffen, nach dem Parteitag im Dezember mit der Union einige Punkte neu zu verhandeln.