München – Bayern und seine Landeshauptstadt werden bei der Fußball-EM 2020 eine zentrale Rolle spielen. Aufgrund der komplizierten Qualifikationskriterien für das in zwölf Ländern ausgetragene EM-Turnier bekommt München alle drei deutschen Vorrundenspiele plus ein Viertelfinale.
Nicht nur Nationalspieler Leon Goretzka vom FC Bayern freut sich darauf, eine Atmosphäre zu erleben, die er als Kind von der Sommermärchen-WM 2006 kennt. Auch OB Dieter Reiter spricht von einer „tollen Nachricht für alle Fußballfans. Ich bin sicher, dass das Münchner Publikum alles geben wird, um die deutsche Mannschaft mit bester Stimmung zu unterstützen.“ Er werde „natürlich auch selbst dabei sein“.
Der Stadtrat hat für die Ausrichtung der vier Spiele ein Budget von 15,6 Millionen Euro bewilligt. Einsparpotenzial gibt es kaum, denn der Löwenanteil des Gesamtetats resultiert aus vertraglichen Verpflichtungen mit der Uefa. 13,6 Millionen Euro sind hierfür gebunden. Der größte Batzen mit 6,9 Millionen fällt für Sicherheitsvorkehrungen an.
Public Viewing im Olympiastadion ist – Stand jetzt – nicht vorgesehen. Dafür gibt es ein großes Fan-Festival auf dem Coubertinplatz mit zwei großen Leinwänden, auf denen alle EM-Spiele übertragen werden. Auf einer Plattform im See wird eine Riesen-Leinwand aufgestellt. Die Kapazität der Uefa-Fanzone im Olympiapark ist auf 25 000 Besucher ausgerichtet. „Wir gehen davon aus, dass dies ausreicht“, sagte ein Sprecher der Olympiapark GmbH. In der Innenstadt gibt es zudem zwei Versammlungsorte für Fans am Odeonsplatz und im Alten Botanischen Garten.