BMW kürzt Erfolgsbeteiligung

von Redaktion

Kein weiterer Stellenabbau – Betriebsrat lobt Kompromiss

München – Nach Audi hat sich auch BMW mit seinen Mitarbeitern auf ein Sparpaket geeinigt. Anders als der Konkurrent aus Ingolstadt kommt der Münchner Autobauer dabei ohne Jobabbau aus – allerdings sinkt die Erfolgsbeteiligung, wie das Unternehmen mitteilte. „Wir haben gemeinsam mit dem Betriebsrat eine solidarische Lösung erzielt. Damit können wir auf drastische Maßnahmen verzichten, die andere gerade ergreifen, um ihre Kosten zu senken“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse.

Die Einigung bezeichnete der Vorstandsvorsitzende als „sehr ausgewogenen Kompromiss“. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Schoch betonte, dass es gelungen sei, die „einzigartige Erfolgsbeteiligung“ langfristig abzusichern. Allerdings sinkt sie, weil künftig der sogenannte Dividendenfaktor wegfällt.

Nach der neuen Formel hätte ein typischer Bandarbeiter laut BMW für das vergangene Jahr nicht mehr 9100, sondern 7600 Euro bekommen. Im obersten Tarifbereich ERA 12 wäre die Erfolgsbeteiligung von 15 700 auf 13 100 Euro gefallen. Damit läge BMW immer noch deutlich über dem Branchendurchschnitt.

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