Malaria nicht besiegt

von Redaktion

Minister: Alle zwei Minuten stirbt ein Kind

Berlin – Der Kampf gegen die Infektionskrankheit Malaria ist nach Einschätzung des Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) noch nicht gewonnen. „Über 200 Millionen Menschen erkranken jedes Jahr und Resistenzen gegen Insektizide und Medikamente erschweren die endgültige Ausrottung von Malaria“, sagte er.

Demnach trat die Infektionskrankheit in 90 Ländern auf, in denen knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Mehr als 90 Prozent aller Erkrankungen und Infektionsfälle entfielen auf Afrika. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Todesfälle wieder an, nachdem sie zuvor seit 2000 kontinuierlich gesunken war. 2017 starben weltweit 435 000 Menschen an Malaria, zwei Drittel waren Kinder unter fünf Jahren. Alle zwei Minuten stirbt somit im Schnitt ein Kind an der Krankheit.

Dass die Zahl der Todesfälle seit 2000 um 60 Prozent zurückgegangen sei, zeige, dass Entwicklung wirke. Deutschland werde den Kampf gegen Malaria weiterführen und auch die Einführung von Impfstoffen unterstützen. Bislang existiert den Angaben zufolge noch kein zugelassener Impfstoff gegen Malaria. Deutschland unterstütze aber gemeinsam mit der globalen Impfallianz Gavi ein Pilotprojekt der Weltgesundheitsorganisation zur Einführung eines Impfstoffes in Subsahara-Afrika.

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