Irschenberg – Am Donnerstag beendeten Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Kreuth am Irschenberg eine sogenannte Kindesentziehung. Das teilte die Polizei jetzt mit.
Die Beamten kontrollierten am Parkplatz einer Fastfood-Kette ein Auto, in dem zwei Erwachsene und zwei Kinder saßen. Bei den Personen handelte es sich nach Polizeiangaben um eine Mutter, ihre beiden zwölf- und 16-jährigen Kinder sowie den Lebensgefährten der Frau. Während der Fahndungsüberprüfung schlug der Computer Alarm: Gegen die Mutter bestanden drei Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam – unter anderem wegen Entziehung beziehungsweise dem Vorenthalten Minderjähriger. Die beiden Mädchen waren vermisst gemeldet und sollten in Gewahrsam genommen werden. Demnach war dem Vater der Kinder das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen worden. Nach einer Gerichtsverhandlung war die Mutter aber mit den Kindern verschwunden. Die 44-Jährige gab gegenüber den Ermittlern an, dass sie sich seit Juni in Sizilien aufgehalten hatten.
Eine Einrichtung des Kreisjugendamtes Rosenheim nahm die beiden Mädchen in Obhut. Die Mutter wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Nur der Lebensgefährte blieb etwas länger auf der Dienststelle: Gegen den 39-Jährigen lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Potsdam wegen Hausfriedensbruchs vor. Die Beamten brachten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Bernau.