Klimagipfel tief gespalten

von Redaktion

Treffen wird wahrscheinlich verlängert – Streit ums Tempo

Madrid – Vor dem Abschluss der Weltklimakonferenz liegen die Positionen der knapp 200 Staaten teils noch weit auseinander. Auch Klimaaktivisten und Entwicklungshelfer zeigten sich gestern frustriert von den UN-Verhandlungen in Madrid. Nach Einschätzung der deutschen Delegation und anderer Teilnehmer ist es eher nicht realistisch, dass Kompromisse wie geplant bis heute Abend gefunden werden – Verlängerungen sind aber bei Klimagipfeln eher die Norm als die Ausnahme. Für den planmäßig letzten Verhandlungstag kündigten junge Klima-Aktivisten von Fridays for Future und anderen Organisationen weitere Proteste an.

Es gebe eine Kluft zwischen Staaten, die beim Klimaschutz mehr Tempo verlangten, und solchen, die den Zeitplan des Pariser Klimaabkommens einhalten wollten, sagte Spaniens Umweltministerin Teresa Ribera, die in den Verhandlungen eine wichtige Rolle spielt. In dem Abkommen zur Begrenzung der Erderhitzung ist vorgesehen, dass alle Mitglieder 2020 ihre nationalen Klimaschutz-Ziele erhöhen. Vor allem die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffenen Staaten fordern mehr Ehrgeiz.

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