Neuer Ärger für Prämien-Sparer

von Redaktion

Verbraucherschützer beklagen: Zinsen werden falsch berechnet

München – Mit der Kündigung von langjährigen Prämiensparverträgen haben Banken und Sparkassen schon zehntausende Kunden verärgert. Jetzt taucht in dem Themenkomplex ein neuer Streitpunkt auf. Die Verbraucherschutzverbände gehen davon aus, dass einige Banken ihren Kunden bei der Auszahlung dieser Verträge die Zinsen fehlerhaft berechnen.

Dabei geht es für die Sparer um viel Geld, denn die Berechnungen der Verbraucherschützer haben ergeben, dass Kunden im Schnitt Nachzahlungen von 2000 bis 4000 Euro zustehen würden.

Knackpunkt an den Verträgen ist, dass es für die Verzinsung von Prämiensparverträgen ursprünglich keine festen Regeln gab. Für Kunden war vor allem die Prämie wichtig, die vor allem nach einer langen Laufzeit zum Tragen kommt. Viele Verträge enthalten sogenannte Zinsgleitklauseln, Zinsänderungsklauseln oder Zinsanpassungsklauseln, allesamt sind nach Ansicht der Verbraucherschützer rechtswidrig. Doch höchstrichterlich entschieden ist die Frage noch nicht. So kommt es aktuell zu extrem unterschiedlichen Zinsberechnungen.

Sascha Straub, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern, sagte: „Das macht jede Bank anders.“ Konkret heißt das: Mögliche Nachzahlungssummen liegen laut Straub zwischen 50 und 20 000 Euro. Bei 40 Fällen in München lag der Schnitt bei 3200 Euro. Die Stadtsparkasse München teilte auf Anfrage mit, dass man alle rechtlichen Vorgaben einhalte.  wdp

Artikel 9 von 11