München – Eine Auszeit von sozialen Medien zahlt sich aus – insbesondere für Männer. Das belegt die neue „Readly-Studie“ zur Mediennutzung in Deutschland. Demnach sind die Befragten in dieser Phase deutlich zufriedener; männliche Nutzer gaben zudem an, sich auch besonders attraktiv zu fühlen.
Mehr als die Hälfte der rund 2000 Befragten soll schon einmal eine Pause von Facebook & Co. eingelegt haben. Denn: Soziale Medien dominieren heute unsere Mediennutzung – unabhängig vom Alter. Die Generation Z (Jahrgang 1997 bis 2012) liegt dabei erwartungsgemäß besonders weit vorn: mit durchschnittlich 2 Stunden und 6 Minuten pro Tag.
Laut „Readly-Studie“ hatte jeder Fünfte nach der Nutzung von Social Media das Gefühl, andere Leute würden mehr Spaß am Leben haben als man selbst. Und: 18 Prozent der Befragten gaben zudem an, sich danach schlecht zu fühlen – als „wären sie nicht gut genug“.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen, die kürzlich veröffentlicht wurde. Sie zeigt zudem, dass soziale Medien auch süchtig machen können. Demnach verbringen Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren im Schnitt knapp drei Stunden täglich allein mit sozialen Medien. Und: Knapp drei Prozent der Kinder und Jugendlichen zeigten dabei einen problematischen Gebrauch.
Ob jemand grundsätzlich Gefahr laufe, die Kontrolle über die Nutzung zu verlieren, hängt Experten zufolge von der eigenen Persönlichkeitsstruktur ab – besonders gefährdet seien Personen mit geringem Selbstwertgefühl. bn