Rekord im Münchner Nahverkehr

von Redaktion

Erstmals über 600 Millionen Fahrgäste – Anstieg verlangsamt sich

Berlin/München – Die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr ist bundesweit in diesem Jahr nur noch leicht gestiegen. Hochgerechnet werden die Deutschen etwa 10,41 Milliarden Fahrten in Bussen und Bahnen gemacht haben, wie der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mitteilte. Das entspräche einem Anstieg von 0,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

„Aufgrund zunehmender Kapazitätsengpässe und umfangreicher Baumaßnahmen stoßen wir gerade in Hauptverkehrszeiten in den Ballungsräumen und Großstädten zunehmend an Grenzen“, sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann. Die Fahrgastzahlen sind das 22. Jahr in Folge gestiegen.

Auch im Großraum München ist das Wachstum nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Die Fahrgastzahlen 2018 stiegen im Vergleich zu 2017 um zwei Prozent auf 596 Millionen Fahrgäste (2017: 585 Millionen). 2019 wird nach den Berechnungen der Münchner Verkehrsgemeinschaft (MVG) also wahrscheinlich noch ein Rekordjahr. „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt von einer Steigerung von über einem Prozent aus, sodass wir erstmals über der Marke von 600 Millionen Fahrgästen liegen werden“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte.

Unterdessen werden bei der MVV-Tarifreform erste Unstimmigkeiten bekannt. So verteuert sich zum Teil die IsarCard S für Sozialhilfe- und Hartz IV-Bezieher in der Stadt München, im Landkreis München wird sie sogar empfindlich teurer. Auch an der neuen Streifenkarte für Jugendliche von 15 bis 20 Jahren gibt es Kritik. Sie ist nicht immer günstiger als die herkömmliche Streifenkarte. ska/dw

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