Kritik an Todesurteilen

von Redaktion

Khashoggi-Mord – USA loben Saudi-Arabien

Riad – Die Todesurteile gegen fünf Männer im Zusammenhang mit dem brutalen Mord am regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi haben Saudi-Arabien teils scharfe Kritik eingebracht. Kritische Reaktionen kamen unter anderem von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der Türkei und Menschenrechtsorganisationen. Ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums sprach dagegen von einem „wichtigen Schritt, um die Verantwortlichen für das schreckliche Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen“.

Ein saudisches Gericht hatte am Montag fünf Männer in dem Fall zum Tode verurteilt. Drei weitere Angeklagte wurden wegen „Verschleierung des Verbrechens“ zu Haftstrafen von insgesamt 24 Jahren verurteilt. Khashoggi, der als Kolumnist für die „Washington Post“ tätig war, war im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Spezialkommando aus Riad brutal getötet worden. Die saudische Regierung hat den Mord eingeräumt. Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher Saudi-Arabiens, bestritt aber, die Tötung selbst angeordnet zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft in Riad zeigten die Ermittlungen in dem Fall, dass es „zunächst keine Absichten zum Mord gab“.

Artikel 5 von 11