München – Die Bevölkerung im Freistaat wächst und wächst. Für die kommenden fast zwei Jahrzehnte sagt das Landesamt für Statistik ein Bevölkerungswachstum um rund 525 000 Menschen im Vergleich zum Jahr 2018 bevor. Damit hätte der Freistaat im Jahr 2038 rund 13,6 Millionen Einwohner. Vor allem in Oberbayern und in der unter Wohnungsnot und Platzmangel leidenden Landeshauptstadt München bleibt der Zuwachs hoch, wie aus der am Freitag vorgestellten regionalen Bevölkerungsvorausberechnung hervorgeht. Oberbayern kann bis zum Jahr 2038 mit einem Bevölkerungsplus von acht Prozent und dadurch mit rund 375 000 mehr Einwohnern rechnen. Lediglich in Unter- und Oberfranken sagen die Prognosen einen Rückgang voraus.
Statistisch gesehen werden die Menschen in rund 20 Jahren im Schnitt zudem deutlich älter sein. Bleibt der Anteil der unter 20-Jährigen an der bayerischen Bevölkerung mit 18,6 Prozent in etwa auf dem Niveau von heute, so wird 2038 mehr als ein Viertel der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein. Aktuell liegt dieser Anteil nur bei einem Fünftel.
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) leitet aus den Prognosen drei Herausforderungen für die Staatsregierung und die Kommunen ab: „Wir brauchen zum einen für die Kinder mehr Kindergärten und Schulen, mehr Erzieher und Lehrer, zum anderen für die Senioren auch mehr Pflegeeinrichtungen und mehr Pfleger. Außerdem setzen wir uns für gleichwertige Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land, also in allen Teilen Bayerns, ein.“ Es müsse in jedem Ort Bayerns eine gute Zukunftsperspektive für die Menschen geben.