Mehr als nur Öko-Partei

von Redaktion

Grüne wollen ihr Themenfeld erweitern

Hamburg – Öko-Umbau der Industrie und Kampf gegen Niedriglöhne: Mit Vorschlägen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt wollen die Grünen im neuen Jahr neue Wähler gewinnen. Vor allem die Bürgerschaftswahl in Hamburg haben sie dabei im Blick – am 23. Februar wollen sie nach Baden-Württemberg in einem zweiten Bundesland stärkste Kraft werden. Kein Zufall also, dass der Bundesvorstand um die Parteichefs Robert Habeck und Annalena Baerbock seine Beschlüsse in der Hansestadt fasste und gemeinsam mit Spitzenkandidatin Katharina Fegebank bewarb.

Unter anderem wollen die Grünen energieintensiven Industrien besser beim Klimaschutz helfen. Investitionen in CO2-neutrale Prozesse etwa in der Stahl-, Alu- oder Zementherstellung lohnten sich derzeit meist noch nicht, heißt es in einem Beschluss, weswegen dafür mehr Geld an die Unternehmen gehen sollte, wenn sie investieren.

Auch ein unbürokratisches Gründungskapital von maximal 25 000 Euro soll die Wirtschaft voranbringen. Für die Energiewende fordern die Grünen eine Zertifizierung für Wasserstoff aus erneuerbaren Energien und eine Windprämie für Kommunen. Im Kampf gegen niedrige Löhne wollen sie unter anderem 450-Euro-Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze umwandeln.

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