Trump bietet Iran neuen Deal an

von Redaktion

US-Präsident: Weitere Sanktionen statt militärischer Vergeltung

Washington – Nach dem iranischen Vergeltungsangriff auf US-Truppen im Irak hat US-Präsident Donald Trump zwar weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt – aber keine unmittelbaren militärischen Schritte. Der Iran scheine sich in dem eskalierenden Konflikt zurückzunehmen, so Trump, „was eine gute Sache für alle Beteiligten und eine sehr gute Sache für die Welt ist“. Die USA seien bereit zum Frieden mit allen, die dies wollten. Trump betonte besonders, dass die Attacke in der Nacht zum Mittwoch keine US-Todesopfer gefordert habe.

Er rief Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China auf, nicht länger am alten Atomabkommen mit dem Iran festzuhalten. Stattdessen müssten sie mit den USA an einem neuen Deal mit dem Iran arbeiten, „der die Welt zu einem sichereren und friedlicheren Ort“ machen würde. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wies die Forderung, das Atomabkommen aufzugeben, aber umgehend zurück.

Der Iran hatte Raketen auf die vom US-Militär genutzten Stützpunkte Ain al-Assad westlich von Bagdad und im nördlich gelegenen Erbil abgeschossen. Teheran nannte dies einen „Akt der Selbstverteidigung“ nach der Tötung seines Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftschlag. Die im Irak stationierten US-Soldaten waren offenbar vor dem Angriff gewarnt worden. Dank eines frühzeitigen Alarms hätten diejenigen im Gefahrenbereich Zeit gehabt, sich in Schutzbunker zu begeben, berichtete CNN.

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