Streit um die München-Zulage

von Redaktion

OB Dieter Reiter attackiert Ministerpräsident Markus Söder

München – Die Beamten in der Landeshauptstadt kommen nicht in den Genuss einer erhöhten München-Zulage. Finanzminister Albert Füracker (CSU) habe die als Ausgleich für die hohen Lebenshaltungskosten gedachte Erhöhung abgelehnt, teilte die Stadt mit.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte zuvor Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aufgefordert, eine Erhöhung der Zulage auch für die in München diensttuenden Beamten zu ermöglichen. Die Stadt hatte die München-Zulage für ihre Tarifmitarbeiter verdoppelt – für die Beamten ist jedoch der Freistaat zuständig.

Füracker schloss die Erhöhung demnach unter Verweis auf die im Bundesvergleich hohen Bezüge der bayerischen Staatsdiener aus – diese lägen schon jetzt höher als etwa in Brandenburg oder Rheinland-Pfalz. „Ich hatte auch erwartet, dass Ministerpräsident Söder beispielsweise seinen Polizistinnen und Polizisten, die gerade auch in München hervorragende Arbeit leisten, seine Wertschätzung nicht nur verbal, sondern auch über eine deutliche Erhöhung der München-Zulage zukommen lassen würde“, sagte Reiter gestern.

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