München – Am heiß gelaufenen Mietmarkt deutet sich Studien zufolge eine Beruhigung an. Zum Jahresende 2019 sind die durchschnittlichen Neuvertragsmieten laut dem Hamburger Immobilienspezialisten F+B nicht weiter gestiegen. Im vierten Quartal hätten sie im Vergleich zum Vorquartal stagniert. Im Vergleich zu 2018 beobachtete die Firma, die Städte und Gemeinden bei der Aufstellung von Mietspiegeln berät, sogar leichte Rückgänge in Bayern – in München um 0,6 Prozent, von 16,53 auf 16,43 Euro pro Quadratmeter. Das macht bei 75 Quadratmetern 85 Euro im Jahr aus.
Die Kaufpreise sanken F+B zufolge sogar noch stärker: In München zahlte man im vierten Quartal 2019 im Durchschnitt noch 7000 Euro – und damit 113 Euro weniger als 2018.
Laut Rudolf Stürzer vom Eigentümerverband „Haus und Grund“ ist offenbar „eine Schmerzgrenze erreicht“. Er zeigt sich jedoch skeptisch, dass der Rückgang von Dauer sein könnte. Weil immer mehr Menschen nach München drängten, werde „der Druck nicht nachlassen“, im Gegenteil.
Auch beim Mieterverein reagiert man verhalten auf die Zahlen: „München bleibt auch nach diesen neuen Daten teuerste Großstadt Deutschlands“, sagt Geschäftsführer Volker Rastätter. „Der leichte Rückgang bei den Neuvertragsmieten könnte daran liegen, dass wir in Bayern seit dem August 2019 endlich eine gültige Verordnung zur Mietpreisbremse haben.“ Dass sich die Situation für Mieter verbessert hätte, habe man aber nicht feststellen können.