München – Der Münchner Technologiekonzern Siemens will künftig einen kleinen Teil des Gehalts seiner acht Vorstandsmitglieder an den CO2-Ausstoß des Unternehmens koppeln. Einem Bericht der „Welt“ zufolge soll dieser Teil der Vergütung nur steigen, wenn die Kohlendioxid-Emissionen fallen. Die Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 5. Februar über die Idee abstimmen.
Siemens sieht sich damit als Vorreiter im Dax. Allerdings sollen nur die Emissionen eigener Standorte berücksichtigt werden, die Energiesparte Siemens Energy fällt ganz aus der Rechnung. Sie stellt künftig eine eigene Umweltbilanz auf.
Die finanziellen Auswirkungen für den Vorstand dürften sich in Grenzen halten. Wie ein Konzernsprecher bestätigte, betrifft die CO2-Komponente nur die „langfristige variable Vergütung“. Unterm Strich wird das Thema Kohlendioxid bei der Berechnung des Gesamtgehalts eines Vorstandsmitglieds schätzungsweise mit zwei bis drei Prozent ins Gewicht fallen. Siemens stand zuletzt wegen der Beteiligung an einem Kohle-Projekt in Australien in der Kritik. Der Konzern sieht sich bei CO2 aber auf dem richtigen Weg. mmä/dpa