München – Die verordnete Mehrarbeit von einer Schulstunde pro Woche für Grund- und Mittelschullehrer sorgt weiter für Unruhe in der Regierung. Kultusminister Michael Piazolo (FW) würde, auch um Proteste aufzufangen, gerne die Anfangsbesoldung dieser Lehrer von A 12 auf A 13 erhöhen. Dann würde ein Grundschullehrer von Anfang an so viel verdienen wie der Kollege vom Gymnasium. Damit blitzt er aber bei der CSU ab. „Das ist nicht finanzierbar“, hieß es aus der Fraktion, die zudem beamtenrechtliche Hürden sieht.
Piazolo warb gestern bei einem Auftritt bei der CSU für A 13. Die Kosten werden auf mindestens 250 Millionen Euro im Jahr geschätzt. „Im Grunde gibt’s dazu nichts Neues“, sagte Piazolo nach der laut Teilnehmern höflichen Aussprache. Die CSU habe ihre Meinung, die FW hätten eine andere. Der Minister ließ offen, ob er das Thema offensiv auf Regierungsebene weiterverfolgen werde. Seine Partei erhöht indes den Druck. Fachpolitiker – nicht die Fraktionsspitze – forderten schnelle Beschlüsse. „Noch in diesem Jahr“ müsse A 13 im Haushalt vereinbart werden, verlangte FW-Schulpolitikerin Eva Gottstein. Der Finanzpolitiker Tobias Gotthardt sprach von einem „Missstand“, den die FW „nicht erfunden“ hätten. dw/cd