Mehr Grippefälle in Bayern

von Redaktion

Experten raten dringend zur Impfung – Welle könnte noch kommen

München – Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind seit Jahresanfang 808 Grippefälle in Bayern gemeldet worden – also deutlich mehr als im Vorjahr, als diese Zahl noch bei 562 lag. „Es ist allerdings noch zu früh, um von einer Grippewelle zu sprechen“, sagt Allgemeinarzt und Impfexperte Dr. Markus Frühwein. Diese könnte sich aber im Februar und März entwickeln; in diesen Monaten erleben Influenza-Viren ihre Hochphase. Daher rät Frühwein dringend, sich spätestens jetzt impfen zu lassen: „Dadurch ist man im Fall des Falles deutlich besser geschützt.“

Bis der Schutz wirkt, dauert es ein bis zwei Wochen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Vierfach-Impfung. Bislang gibt es, anders als im Vorjahr, auch keine Engpässe beim Impfstoff.

Unterdessen bleiben wegen zahlreicher Grippefälle zwei Grundschulen im Kreis Starnberg bis Ende der Woche geschlossen: 56 von 199 Schülern sind erkrankt. Mit der Schließung der Grundschulen in Weßling und Oberpfaffenhofen wollen die Behörden eine weitere Ausbreitung der Viren verhindern. Zwar sind aktuell keine weiteren Schulschließungen in Bayern geplant. Allerdings belegen jüngste Zahlen, dass nun vermehrt Influenza-Fälle registriert werden.

Die Viren übertragen sich sehr leicht von Mensch zu Mensch. Im Gegensatz zur Erkältung kann Grippe lebensgefährlich werden – vor allem für ältere Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, warnen Experten. Patienten haben plötzlich hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen; sie klagen über eine starke Abgeschlagenheit.  bn

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