Berlin – Die Zahl der Passagiere auf Flügen innerhalb Deutschlands ist 2019 zum zweiten Mal in Folge gesunken: um 1,9 Prozent auf 47,1 Millionen. Das geht aus Daten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervor. 2018 hatte es einen Rückgang um 0,8 Prozent gegeben. Auf innerdeutschen Flügen flogen damit nur ein Prozent mehr Fluggäste als noch vor zehn Jahren. Seit August gehen die Zahlen kontinuierlich zurück.
Wachstum brachten den Flughäfen die internationalen Verbindungen. Alles in allem wurden im vergangenen Jahr 244,3 Millionen Fluggäste gezählt – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, aber der geringste Zuwachs seit sechs Jahren. Seit September geht neben dem innerdeutschen auch der Europaverkehr zurück.
Einen Grund sieht der ADV im Streik bei Germanwings Ende des Jahres. Aber auch hoher Kostendruck und starker Wettbewerb unter den Airlines spielten eine Rolle. Easyjet, Ryanair und Eurowings dünnten ihr Angebot aus. Hinzu kämen die ungewissen Konjunkturaussichten und steigende Ölpreise. Dass Klimadebatte und „Flugscham“ eine Rolle spielten, schloss der Verband aus.