Berlin – Sollten Verbraucher mehr für Fleisch bezahlen, um damit bessere Lebensbedingungen für Nutztiere zu finanzieren? Diese Frage wird derzeit in einem Beratergremium der Bundesregierung diskutiert. Heute trifft sich das beim Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner (CDU) angesiedelte Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung zu weiteren Beratungen, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Zur Debatte steht laut der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ein Preisaufschlag für Fleischprodukte von 40 Cent pro Kilo.
Die dem Gremium vorliegenden Vorschläge sehen auch eine Besteuerung anderer tierischer Produkte wie Milch, Eier und Käse vor. Die zusätzlichen Steuereinnahmen könnten demnach genutzt werden, um den Viehbauern die Kosten für eine tiergerechtere Haltung „zu einem hohen Anteil von insgesamt 80 bis 90 Prozent auszugleichen“.
Ziel sei es, dass im Jahr 2040 alle Nutztiere in Ställen leben, die deutlich mehr Platz bieten und möglichst Kontakt nach außen haben.