Razzia bei Vietnamesen

von Redaktion

Bande soll 155 Landsleute eingeschleust haben

Berlin – Mit einer Großrazzia ist die Polizei in sieben Bundesländern gegen eine vietnamesische Schleuserbande vorgegangen. Sechs Verdächtige wurden verhaftet, weitere 30 Menschen festgenommen, wie die Bundespolizei gestern mitteilte. Polizisten und Staatsanwälte durchsuchten 32 Wohnungen und Häuser in Berlin und sechs anderen Bundesländern. Schwerpunkt der Razzien war die Hauptstadt, wo 22 Räumlichkeiten durchsucht wurden. Im Einsatz waren insgesamt 700 Bundespolizisten.

Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte. Die Bande soll mindestens 155 Vietnamesen nach Deutschland eingeschleust haben. Für die meisten Menschen war Berlin laut Bundespolizei nur Zwischenstation, bevor sie danach ins europäische Ausland wie etwa Frankreich oder Großbritannien weitertransportiert wurden.

Zuvor sollen die Menschen mithilfe eines Schleusernetzwerks in voll besetzten Autos über verschiedene Strecken von Osteuropa nach Deutschland gebracht worden sein. Hier wurden sie zunächst für den Übergang in einem sogenannten Safehouse untergebracht. Für die Schleusung von Vietnam nach Deutschland mussten die Menschen zwischen 5000 und 20 000 US-Dollar für verschiedene Flug- und Fahrstrecken zahlen.

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