Welle der Hilfsbereitschaft

von Redaktion

Freistaat will Angebote vernetzen – Experten: Impfung bis 2021

München – Die Corona-Krise schweißt Bayern zusammen. Überall bieten Menschen ihre Hilfe an – zum Beispiel bei Einkäufen, um Senioren, die besonders gefährdet sind, vor dem Virus zu schützen. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner will die Hilfen nun bestmöglich vernetzen, damit sie auch ankommen. Denn viele Senioren wissen noch nicht, an wen sie sich wenden sollen.

Die Regierungen schließen allerdings eine Verschärfung der geltenden Regeln nicht aus. Immer wieder kursieren Gerüchte über eine drohende Ausgangssperre, wenn die Vorgaben zur Schließung von Lokalen und Läden ignoriert werden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte via „Antenne Bayern“ explizit: „Wir machen alles, was zeitlich angemessen ist. Ich kann es zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen.“ Auf lokaler Ebene wurde am Nachmittag für die stark betroffene Stadt Mitterteich in der Oberpfalz eine solche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt nicht für Helfer, Wege zur Arbeit und zum Einkaufen.

Das Robert-Koch-Institut hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. „Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird“, sagte Präsident Lothar Wieler. Er warnte zudem vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland. Dies könne eintreten, wenn die angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden. Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen.

In Italien hat der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, vor dem endgültigen Kollaps des Gesundheitssystems in seiner Region gewarnt. In Kürze sei man „nicht mehr in der Lage, den Kranken eine Behandlung zu bieten“. Gestern stieg die Zahl der Toten in Italien erneut stark, um 475 auf 2978.

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