Chinesen steigen bei Lilium ein

von Redaktion

240 Millionen Dollar für Flugtaxi-Entwickler aus Weßling

München – Der Flugtaxi-Entwickler Lilium hat mitten in der Coronavirus-Krise eine 240 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Führender Investor war dabei der chinesische Internet-Konzern Tencent, wie Lilium mitteilte.

Das Unternehmen mit Sitz in Weßling entwickelt ein Elektro-Flugtaxi mit fünf Sitzen. Während die meisten Konkurrenzmodelle wie übergroße Drohnen konzipiert sind, soll der Lilium Jet senkrecht starten und landen, aber die Strecke mithilfe von Tragflächen wie ein konventionelles Flugzeug zurücklegen. Das frische Geld will Lilium einsetzen, um die Entwicklung der Maschine abzuschließen und wie geplant zum Jahr 2025 die Serienproduktion und den Betrieb regionaler Flugdienste zu starten.

Die Nachricht kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte in Zusammenhang mit der Corona-Krise erklärt, die Bundesregierung wolle einen „Ausverkauf“ deutscher Wirtschafts- und Industrieinteressen verhindern. Auch die Staatsregierung hatte ihre Sorge artikuliert, bestimmte Branchen könnten zu Übernahmekandidaten werden.  dpa/mm

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